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Bildung der BSG „Traktor“ Friedland

Die Gründung des Deutschen Turn- und Sportbundes am 26./27. Februar 1957 leitete eine neue Etappe in der Entwicklung des Sports in der DDR ein. Dies kam in der politischen Losung der Gründungsversammlung zum Ausdruck:

„Der Deutsche Turn- und Sportbund kämpft für den Aufbau des Sozialismus, für die Stärkung der Arbeiter- und Bauernmacht, für die sozialistische Körperkultur.“

In Friedland entstanden durch die Zusammenlegung der meisten materiellen, finanziellen und vor allem personellen Aktivposten wesentliche Voraussetzungen für eine bessere Sportarbeit. Im Dezember 1960 wurde Sportfreund Karl-Heinz Schönbeck zum Vorsitzenden der BSG „Empor“ Friedland gewählt. Unter seiner zielstrebigen Leitung konnte die BSG „Empor“ einen weiteren Aufschwung nehmen.

Die 1958 im Rahmen der Gesellschaft für Sport und Technik von Heinrich Witt gebildete Sektion Pferdesport schloss sich 1961 der BSG „Empor“ an. Die LPG „Karl Liebknecht“ Friedland trug alle materiellen Voraussetzungen der Sektion.

1959 fand der letzte Vergleich mit einer Fußballmannschaft aus der BRD statt (Schacht Audorf – BSG „Empor“ Friedland 2 : 4)

Die Maßnahmen vom 13. August 1961 zementierten die Spaltung Deutschlands und veranlassten die Sportführung der BRD, den Sportverkehr zwischen den Sportlern der beiden deutschen Staaten durch den Beschluss von Düsseldorf für lange Zeit zu unterbrechen.   

Durch mangelnde Pflege während und nach dem Krieg wurde der Friedländer Sportplatz in seiner Qualität immer schlechter. In dieser Zeit schufen die Sportler in Eigeninitiative zwei Volleyballplätze und ein Kleinfeld-Handballplatz, die Reitsportler unter der Leitung des neuen Sektionsleiters Karl Halfpap einen Turnierplatz.

Seit 1963 leitete Sportfreund Sebastian Hirschl die BSG „Empor“ Friedland. Große materielle und finanzielle Schwierigkeiten galt es zu überwinden, waren doch neue Sektionen gebildet worden  und die Mitgliederzahl der BSG gestiegen.

1963 entstand ein Hartplatz: Im Zusammenhang mit der geologischen Erkundung unseres Territoriums wurde ein Stellplatz für die Wohnwagen benötigt und dafür auf dem Hagedorn eine Fläche planiert, die nach Abschluss der geologischen Erkundung als Hartplatz diente. Damit war die Voraussetzung für die Rekonstruktion des Sportplatzes geschaffen.

Vom 4. bis 27. September 1964 beging die BSG „Empor“ Friedland mit vielen Gästen das Jubiläum „150 Jahre Turnen in Friedland“.

 

Schaufenstergestaltung zum Jubiläum "150 Jahre Turnen in Friedland (1964)

Seit Ende der fünfziger Jahre wird in der BSG „Empor“ Volleyball gespielt, zunächst nur von Männern aber seit Anfang der sechziger Jahre auch von einer Frauenmannschaft, welche 1966 den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.

1964 Die Sektion Handball beginnt mit einer Frauen- und einer weiblichen Jugendmannschaft den Wettspielbetrieb.

1965  Die Sektion Leichtathletik nimmt die Arbeit auf.

1967 Der FDGB-Spielmannszug wird in die Sektion Turnen übernommen..

Aber nicht alle Sektionen können eine positive Entwicklung verzeichnen. Vor allem aus Mangel an Übungsleitern und sich daraus ergebenden Nachwuchssorgen stellen die Sektionen Schach und Tischtennis den Übungsbetrieb ein.

1963 und 1964 erkämpfen die Junioren-Fußballer unter der Leitung ihres Übungsleiters Walter Voß den FDJ-Pokal des Bezirks Neubrandenburg. Regina Quade erringt die größten Erfolge für den Deutschen Anglerverband (DAV) / Ortsgruppe Friedland – sie wird zweifache DDR-Jugendmeisterin. 

Die Fußballer unter ihrem Trainer Walter Voß gewinnen den FDJ-Pokal (1963 und 1964)

Sportlerblock der BSG "Empor" Friedland am 1. Mai 1965

1966 kann endlich der Neubau des Stadions beginnen. Für die Einsatzbereitschaft der Sportler für die Sicherung der materiellen Bedingungen wurden in diesem Jahr die Sektionen Tennis und Pferdesport mit der „Aufbaunadel in Gold“ ausgezeichnet.

Seit 1964 war die BSG „Empor“ Friedland zu einem Schrittmacher von Körperkultur und Sport im Bezirk Neubrandenburg geworden und erhielt 1967 den Leninwimpel.

Unsere Stadt wurde zu einem wichtigen Zentrum der Landwirtschaft. Für die weitere Entwicklung von Körperkultur und Sport war es notwendig, die nun besonders wichtigen Landwirtschaftsbetriebe als Trägerbetriebe zu gewinnen. Das zwang zur Umbildung unserer BSG in eine Traktor-Sportgemeinschaft.  

Am 9. Februar 1967 wurde die BSG „Empor“ Friedland in die BSG „Traktor“ umgebildet. Trägerbetriebe waren nun die Meliorationsgenossenschaft „Friedländer Große Wiese“, die LPG „Karl Liebknecht“ Friedland und die Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe / Bäuerliche Handelsgenossenschaft.