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Sportverein „Vorwärts“ Friedland

Die aus der Freien Turnerschaft Friedland“ ausgetretenen Fußballer gründeten den „Sportverein „Vorwärts“ Friedland“. Nach Aussage von Sportfreund Paul Schultz waren sich damals alle Mitglieder des Vereins in der Namensgebung dahingehend einig, dass der Name der Arbeiterzeitung „Vorwärts“ dem Verein als Symbol dienen sollte.  Der Verein hatte einen großen Zulauf der Fußballfreunde unserer Stadt. Eine zweite Männer- und eine Jugendmannschaft wurden gebildet. Die I. Männermannschaft  von „Vorwärts“ übertraf an Spielstärke den bürgerlichen Fußballverein. Sie spielte in der A-Klasse der Norddeutschen Spielvereinigung Mecklenburg. Die Jugendmannschaft wurde 1926/27 Gruppensieger.

Höhepunkt des sportlichen Vereinslebens war das Spiel „Vorwärts Friedland – gegen „Afboldsfolkenes Ideats Forrenning“ Kopenhagen 1932 auf dem Hagedorn (1 : 0 – einzige Niederlage der Mannschaft aus Kopenhagen bei den Wettkämpfen in Mecklenburg).

 

"Vorwärts" Friedland - "Afboldsfolkenes Ideats Forrenning" Kopenhagen am 19. 06. 1932

1930 spielte „Vorwärts“ Friedland gegen eine gesperrte Berliner Mannschaft. Die Bezirksleitung der Norddeutschen Spielvereinigung forderte darauf alle Vereine auf, keine Spiele mehr mit „Vorwärts“ auszutragen. Der Protest der Arbeitersportvereine verhinderte ein Spielverbot bzw. Ausschluss des Friedländer Fußballvereins.

Für die politische Haltung und den Mut der Arbeiterfußballer zeugt, dass beim letzten Spiel – im April 1933 – in Alt-Strelitz von den Sportlern das alte Arbeiterlied „Brüder zur Sonne, zur Freiheit“ gesungen wurde.