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„Turnverein Jahn“ und „Freie Turnerschaft Friedland“ (FTF)

Schon im Einwohnerverzeichnis von 1901 wird neben dem Männer-Turnverein ein weiterer „Turnverein“ genannt. Wahrscheinlich handelt es sich um den bis 1912 in Friedland bestehenden konservative „Turnverein Jahn“, dessen Mitglieder Kleinbürger, Ackerbürger und in der Mehrzahl Arbeiter waren.

Der Arbeiterturner Albert Albrecht mit der roten Schärpe

Sportfreund Albert Albrecht berichtete über diesen Verein: "Wir Arbeiterturner trugen rote, die bürgerlichen Mitglieder aber grüne Schärpen. Unsere roten Schärpen waren den Bürgerlichen ein dorn im Auge und ihnen damit Anlass zu Streitigkeiten, die zum Austritt der Arbeiterturner führten." 1

1912 schlossen sich diese Arbeiterturner in der Gaststätte "Schützenhaus" zur "Freien Turnerschaft Friedland" (FTF) zusammen. Mit Argwohn wurde diese Entwicklung beobachtet. So wurde, wie der Arbeiterturner Otto Mohrmann berichtete, auch die Gründung der "Freien Turnerschaft Friedland" unter Polizeiaufsicht durchgeführt. In diesem Verein waren vor allem Turnen und Wandern sehr beliebt.

 


[1] Aussage von O. Mohrmann, in Hensel, H.: „Die Geschichte der Körperkultur in Friedland …“, S. 25